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PRESSEMITTEILUNG 

Die 7. Verleihung der Deutschen Regiepreise METROPOLIS 2017

Regieverband kürt die Jahrgangsbesten und Roland Klick für sein Lebenswerk

Am Sonntag, den 5. November 2017 wurde zum siebten Mal der Deutsche Regiepreis METROPOLIS bei einer Galaveranstaltung im Audimax der Hochschule für Fernsehen und Film in München verliehen. Die unterhaltsame Preisverleihung war Höhe- und Schlusspunkt der TAGE DER REGIE, die dieses Jahr zum vierten Mal mit interessanten Screenings und Panels Regisseure, Branchenprofessionals und Filmstudenten zusammenbrachte.

Die Preisträger des Deutschen Regiepreises METROPOLIS 2017 wurden von den Mitgliedern Bundesverbandes Regie (BVR) aus jeweils bis zu vier von einer Jury nominierten Vorschlägen in einer Online-Abstimmung gewählt.

Die Gewinner des Deutschen Regiepreises METROPOLIS 2017 sind:

Beste Regie Kinofilm – Kai Wessel
für „Nebel im August“

Beste Regie Kinder-/Jugendfilm – Ali Samadi Ahadi
für “Petterson und Findus – das schönste Weihnachten überhaupt“

Beste Regie Dokumentarfilm – Kirsi Maria Liimatainen
für “Comrade, where are you today?”

Beste Regie Fernsehfilm – Nicole Weegmann
für “Ein Teil von uns”

Beste Regie TV-Serie/Serienfolge – Marvin Kren
für „4 Blocks“

Beste Regie Nachwuchs – Adrian Goiginger
für “Die beste aller Welten”

Ehrenpreis der VG Bildkunst – Roland Klick
für das Lebenswerk                          

Jannet Fechner-Preis für Regieassistenz – Helga Asenbaum
für das Lebenswerk

Alle Regiepreise sind dotiert. Das Preisgeld beträgt je EUR 5.000.-, der Lebenswerk-Preis VG Bild-Kunst ist mit EUR 20.000.- ausgestattet.

Beste schöpferische Mitwirkung:

Szenenbild – Andreas C. Schmidt
für “Einsamkeit und Sex und Mitleid“

Bester Schauspieler – Tom Schilling
für seine Darstellung in „Der gleiche Himmel“

Beste Schauspielerin – Verena Altenberger
für ihre Darstellung in „Die beste aller Welten“

Lobende Erwähnung – Ivo Pietzcker
für seine Darstellung „Nebel im August“

Bester produzentische Leistung – Nils Dünker
für die Produktionen „Die beste aller Welten“ / „Eine unerhörte Frau“

Beste redaktionelle Leistung – Claudia Simionescu
für die Redaktion von „Ein Teil von uns“

V.i.S.d.P. Dr. Jürgen Kasten, BUNDESVERBAND REGIE e.V. (BVR), Augsburger Str. 33, 10789 Berlin

Tel.: +49-30-21005 159, www.regieverband.de 

 

 

Nominierte für den Deutschen Regiepreis METROPOLIS 2017 stehen fest

Lebenswerk-Preis geht an Roland Klick

Erstmaliger Preis für Regieassistenz im Deutschen Regiepreis METROPOLIS
Jannet Fechner-Preis 2017 geht an Helga Asenbaum

 

Der BUNDESVERBAND REGIE e.V. (BVR) ist mit über 800 Mitgliedern eine der mitgliederstärksten Berufsvereinigungen der Film- und Fernsehbranche. Seit 1975 vertritt er die künstlerischen, rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Interessen der wichtigsten Filmemacher des deutschsprachigen Raums. Um die Qualität der Werke seiner Mitglieder zu würdigen und öffentlich herauszustellen und um die Position von Regisseuren/innen durch Nominierung und Auszeichnung zu stärken, verleiht der BVR den Deutschen Regiepreis METROPOLIS – 2017 bereits zum siebten Mal.

 

Der Deutsche Regiepreis METROPOLIS ist die Spitzenauszeichnung von Regisseuren/innen für Regisseure/innen sowie für einige der wichtigsten Mitstreiter der Regie. Er ist mit insgesamt 60.000 EUR dotiert. Aus den Einreichungen hat eine vierköpfige Jury aus Regisseurinnen und Regisseuren des BVR folgende Film- und Fernsehwerke aus dem Jahrgang 2016/17 nominiert:

 

Beste Regie Kinofilm:

  • „Die Hände meiner Mutter“ von Florian Eichinger 
  • „Eine unerhörte Frau“ von Hans Steinbichler 
  • „Einsamkeit und Sex und Mitleid“ von Lars Montag
  • „Nebel im August“ von Kai Wessel 

Beste Regie Kinderfilm:

  • „Conni & Co. 2 – Das Geheimnis des T-Rex“ von Til Schweiger 
  • „Ostwind 3- Aufbruch nach Ora“ von Katja von Garnier 
  • „Pettersson und Findus – Das schönste Weihnachten überhaupt“ von Ali Samadi Ahadi  

Beste Regie Debüt / Nachwuchs:

  • „Blind und hässlich“ von Tom Lass 
  • „Die beste aller Welten“ von Adrian Goiginger 
  • „Die Reise mit dem Vater“ von Anca Miruna Lazarescu
  • „Einmal bitte alles“ von Helena Hufnagel 

Beste Regie TV-Film: 

  •  „Das weiße Kaninchen“ von Florian Schwarz
  • „Der Andere – eine Familiengeschichte“ von Feo Aladag
  • „Die Stille danach“ von Nikolaus Leytner 
  • „Ein Teil von uns“ von Nicole Weegmann 

Beste Regie TV-Serie / Mehrteiler:

  • „Der gleiche Himmel“ von Oliver Hirschbiegel 
  • „Mörderisches Tal – Pregau“ von Nils Willbrandt 
  • „Phoenixsee“ von Bettina Woernle
  • „4 Blocks“ von Marvin Kren  

Beste Regie Dokumentation:

  • „Andermatt – Global Village“ von Leonidas Bieri
  • „Comrade, where are you today?“ von Kirsi Marie Liimatainen
  • „Frank Zappa – Eat That Question“ von Thorsten Schütte 
  • „Von Sängern und Mördern“ von Stefan Eberlein 

 Die Nominierungs-Jury bildeten Felix Fuchssteiner (Vorsitz), Almut Getto, Utta Seidenspinner und Zoltan Spirandelli. Die Preisträger des Deutschen Regiepreises METROPOLIS werden nun durch eine Online-Abstimmung unter den Mitgliedern des BUNDESVERBANDS REGIE ermittelt.

 

Roland Klick, 2013, Still 1, © Filmgalerie 451

 Lebenswerkpreis an ROLAND KLICK: ein kompromissloser Filmemacher

 Ein Höhepunkt der METROPOLIS-Gala, die in diesem Jahr am 5. Nov. 2017 in der HFF München stattfinden wird, ist stets die Verleihung des mit 20.000 EUR dotierten Preis für ein Lebenswerk, der als Ehrenpreis der VG Bild-Kunst vergeben wird. Ihn erhält in diesem Jahr ROLAND KLICK. Klick gilt als einer der kompromisslosesten Filmemacher des deutschen Films der letzten 50 Jahre. Nur 8 abendfüllende Spielfilme, ein paar Kurz- und Dokumentarfilme bilden auf den ersten Blick ein schmales Werk. Begonnen hat er 1966 mit den Kurzfilmen „Weihnacht“, „Ludwig“ und „Zwei“ . Bereits hier fiel seine visuelle Klarheit in der scheinbar beiläufigen Zeichnung sozialer Wahrheit auf. „Bübchen“, 1969, zeigt schonungslos die soziale Fassade kleinbürgerlichen Lebens anhand eines monströsen Kriminalfalls (der Bruder tötet grausam die kleine Schwester und verwischt die Spuren). Noch bevor Michael Haneke (METROPOLIS-Preisträger 2015) eine ähnlich lapidar aufgeladene Bildsprache entwickelt, arbeitet Klick mit ähnlicher filmästhetischer Wucht.

Die künstlerische Seele kennt keine Kompromisse, lautet ein Klick’sches Credo. Verwirklichen konnte er das vor allem mit „Deadlock“, (1970). Der Film im hybriden Genre eines Spät-Western mit modernster Waffen- und Räumtechnik ist eine endlose Kette von Eskalationen. Sobald ein Moment der Ruhe auftritt, zerreißt sie Klick mit bewusst überbordender Action. Dass am Ende einer Geschichte um einen Koffer voll Geld in der Wüste die Lebensfeindlichkeit konsequenten Ausdruck bekommt, ist mehr als ein Symbol. „Supermarkt“ (1973), ein Rohdiamant der jüngeren deutschen Filmgeschichte, kreist in nüchtern Bildern um die Vision eines Strichers auf St. Pauli, der in ein menschenwürdiges Leben aufbricht und daran zerbricht. Die Bewegung dahin verläuft hektisch, die Kamera von Jost Vacano spart auch nicht an verwackelten Aufnahmen. Es gibt eigentlich keine Chance, trotzdem versucht der Held sie zu nutzen, um am Ende im hyperrealistisch gezeigten Elbtunnel in den Verrat zu laufen. Klicks Adaption von Simmels „Lieb Vaterland magst ruhig sein“ (1979) ist filmisch ähnlich direkt und reibt sich merklich mit der melodramatischen Story. 

 Die wilde Collage unterschiedlichster Interviewmaterialien in seinem Dokumentarfilm „Derby Fever USA“ (1979) interessiert sich kaum für das bekannte Pferderennen in Kentucky. „White Star“ (1981-83) ist eine Farce auf das Showgeschäft. Klick hoffte, mit Dennis Hopper in der Hauptrolle den Sprung nach Hollywood zu schaffen. Die Drogensucht des amerikanischen Hauptdarstellers wie chaotische Drehbedingungen ließen einen Film entstehen, der als Fragment ursprünglicher Planung stark polarisierte. Nur noch ein Film, „Schluckauf“ (1989) sollte folgen. Klick arbeitet danach unter Pseudonym oder ungenannt an verschiedenen TV-Filmen mit. Einen eigenen großen Film hat der mehrfach mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnete Regisseur nicht mehr inszeniert. Seit den 1990ern wurde es still um Roland Klick. Sein klares Bekenntnis zu starken Bildern und zu Kino-Konventionen, sein Ringen um soziale Wahrheit in der Überhöhung des Kinobildes, haben ihn von den bekannten Vertretern des Neuen deutschen Films abgesetzt. Der Bundesverband Regie zeichnet diese ästhetische Unbeugsamkeit eines Regisseurs 2017 mit dem Deutschen Regiepreis METROPOLIS für ein Lebenswerk aus. Klick wird am 5.11. in München zu einem Fachgespräch in der HFF München erwartet. Außerdem wird ein Großteil seiner Werke in neuen Kopien oder DCP zu sehen sein.

V.i.S.d.P. Dr. Jürgen Kasten, BUNDESVERBAND REGIE e.V. (BVR), Augsburger Str. 33, 10789 Berlin

Tel.: +49-30-21005 159, www.regieverband.de 

 P.S. Für ein druckfähiges Foto von Roland Klick wenden Sie sich bitte an Filmgalerie 451 http://www.filmgalerie451.de/kontakt/

Erstmaliger Preis für Regieassistenz im Deutschen Regiepreis METROPOLIS
Jannet Fechner-Preis 2017 geht an Helga Asenbaum

Sie sind die wichtigsten Mitarbeiter der Regie. Trotzdem gibt es bisher keinerlei Preise für Regieassistenten und Regieassistentinnen. Dies ändert sich nun durch eine neue Auszeichnungsmöglichkeit im Dt. Regiepreis METROPOLIS. Benannt wird dieser neue Preis nach Jannet Fechner, der langjährigen Regieassistentin des Regisseurs Eberhard Fechner. Aufgrund einer Zuwendung der Erben von Jannet Fechner wird auch dieser METROPOLIS-Preis wie alle übrigen Regiepreise (mit Ausnahme des Lebenswerk-Preises) mit EUR 5.000 dotiert.

Eine Jury, bestehend aus Ulrich Zwirner (Erbe J. Fechner), Dr. Torsten Musial (Akademie der Künste, Berlin), Stephan Wagner (Regisseur), Julia Eplinius (Regieassistentin und Sprecherin der Berufsgruppe im BVR) sowie Dr. Jürgen Kasten (Geschäftsführer BVR) hat den Preis für 2017 einstimmig HELGA ASENBAUM zuerkannt.

Die langjährige Regieassistentin solch renommierter Regisseure wie Oliver Storz, Rainer Erler, Volker Vogeler, Jo Baier, Franz Xaver Bogner, Johannes Schaaf u.a. begann ihre Karriere 1971 nach einer Ausbildung in allen Abteilungen der Bavaria-Film. Sie erlernte ein breites filmisches Handwerk von der Pieke auf.

Ihre ersten großen Kinofilme machte sie mit Regisseur Johannes Schaaf. „Trotta“ (1971) und „Traumstadt“(197)3 sind zwei ganz eigene Spielarten des neuen deutschen Films. Dem heute etwas in Vergessenheit geratenen Genre des fantastischen bzw. futuristischen Films blieb sie treu mit Rainer Erlers „Operation Ganymed“ (1976) „Plutonium“ (1977) oder der von kaum glaublicher Aktualität geprägten Organhandel-Parabel „Fleisch“ (1979). Über Helmut Dietls erfolgreiche Münchner Serien „Monaco Franze“ und „Kir Royal“ bis zu Joseph Vilsmaiers „Herbstmilch“ und „Rama dama“ (1985-1990) blieb sie bayerischen Themen verbunden. Danach arbeitete sie vor allem mit Oliver Storz, einem der wichtigsten deutschen Fernsehautoren, der inzwischen zur Regie gewechselt war. Mit ihm drehte sie auch ihren und seinen letzter Film „Die Frau, die im Wald verschwand“ (2008).

Helga Asenbaum verfügt über tiefe Kenntnisse aller Bereiche der Film – und Fernsehherstellung: Casting, Synchron, Schnittüberwachung sind ihr ebenso wenig fremd wie ihre besonders einfühlsame Arbeitsweise mit Kindern und Nebendarstellern. Als Co-Autorin von Drehbüchern und mit einem PPL-A-Pilotenschein realisiert sie auch eigene Träume.

Helga Asenbaum wird den Preis am 5. Nov. 2017 im Rahmen der Verleihung der Deutschen Regiepreise METROPOLIS 2017 in München entgegennehmen.

V.i.S.d.P. (auch Interview-Anfragen):
Dr. Jürgen Kasten, Geschäftsführer BUNDESVERBAND REGIE e.V. (BVR)
BVR Augsburger Str. 33, 10789 Berlin, Tel.: 030-21005159
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